Wandern im Digital

Tools, Bookmarks und Notizen zum Themenkomplex Kirche, Mediennutzung und Digitalisierung.

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Menetekel (abgezählt, abgewogen, abbestellt)

KI-Mastermind Watson droht die Arbeitslosigkeit.

Supercomputer Watson sollte der klügste Computer der Welt werden und dem Unternehmen IBM Milliarden bringen. Doch der Rechner enttäuscht. Im Versicherungs- und Finanzwesen ebenso wie auch in der Medizinforschung und in der Terrorbekämpfung.

"IBM wird aktuell Opfer der Erwartungshaltung, die man selber durch aggressives Watson-Marketing bei den Kunden geschürt hat" -
IT-Analysehaus Avispador.

"Technologie ohne Mehrwert. Es gibt inzwischen kleinere Anbieter, die ähnliche Lösungen zum Teil deutlich günstiger anbieten" - Munich Re.

"Ein Musterknabe für gelungenes Marketing." - Swiss Re.

"Kein Kommentar." - IBM Corp. ;)

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Bild: huffingtonpost.com

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QR-Code als spirituelle Mitte

Sakrale Strickkunst zum Reformationsjubiläum

Mit dem QR-Code-Parament möchte die von Veltheim Stiftung vor allem jüngere Menschen ansprechen, um sie auf den Weg zu Gott zu bringen. Bislang endet dieser Weg jedoch bereits bei www.parament.de/qr - zuvor auch schon mal im digitalen Rauschen bei amoibo.de. Passend dazu der wenig überraschende Kommentar der Landeskirche Braunschweig: "als Kunstwerk wunderbar, mit Handy im Gottesdienst schwer vorstellbar." ;) #DigitaleKirche



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Bild: ndr.de

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Road to Nowhere?

Menschlichkeit auf dem Rückzug (heise) - Eliminating the Human (original)

"Ich habe die Theorie, dass Software-Entwicklung und technische Innovation seit etwa einem Jahrzehnt einer unausgesprochenen, übergreifenden Agenda folgen: eine Welt mit weniger menschlicher Interaktion. Diese Tendenz scheint mir – wie es so schön heißt – nicht als Bug, sondern als angebliches Feature daherzukommen."

sagt jemand, der menschliche Interaktion als unangenehm empfindet. Borderline, Asperger wie er selbst diagnostiziert. Verbunden mit dem Problem, nichtsprachliche Signale bei anderen Personen zu erkennen, diese zu verarbeiten und auf nichtsprachlicher Ebene zu interagieren. Wäre nicht gerade in einem solchen Fall Technologie hilfreich?

David Byrne sieht das anders. In seiner Negativ-Liste sämtlich Anwendungen, die Abläufe vereinfachen und effizienter machen. Prognostizierte Folgen für die konfliktentwöhnte, individualisierte Gesellschaft: weniger Toleranz und Verständnis sowie mehr Neid und Gegensätzlichkeit. Möglicher Ausweg: emotionale Vielfalt und menschliche Interaktion als evolutionäres Prinzip. Unberechenbarkeit und schräges Verhalten als Spassfaktor on Top. Bleibt die Frage, ob andere dies auch so sehen.




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Kravall im Marketing-Tempel

"Die Zweiten werden die Ersten sein"- Heise verstört wiedermal mit fragwürdigen religiösen Vergleichen.

Was ist los?
Weltmarktführer Apple zelebriert zum wiederholten Mal die Geburt eines neuen Smartphones ohne wirklich revolutionär Neues zu präsentieren. Der Vorwurf: (Sanctus?) Apple schaut sich die Innovationen von der zerstrittenen (säkularen?) Konkurenz (im kommerziellen Diesseits?) ab, um mit perfektionierten Design (im kommerziellen Futurum?) Kasse zu machen. Dies mit religiösen Begriffen aufzuladen, macht natürlich wenig Sinn. Obwohl es dann doch einige "Glaubenskrieger" in den Heise-Foren beschäftigt. Eigentlich kein neues Phänomen, sondern meist die Folge von gutem oder schlechtem Marketing. Man muss es halt nur erkennen. ;)

br: Apple-Wahn: http://bit.ly/2y5AVJF
zdf: Apple-Religion: http://bit.ly/2wjEGPb
zdf neo: Apple-Gebet: http://bit.ly/2f1o2bX
x3: Apple-Sekte: http://bit.ly/2x4egOx






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Basteltipp des Tages

heutiges Thema: wir recyceln alte Kirchentagsplakate. ;)  http://bit.ly/2jnKDEs

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Bild: re-publica.com

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Facebook Audience Inflation

"Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot vom Fachmagazin AdNews ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Mark Zuckerberg CEO von Facebook war." - frei nach Lk 2 ;)

Resultat: Facebook-Werbung erreicht nach Angaben des Konzerns 12 Millionen deutsche Twens, die in facebook am stärksten vertretene und für die Werbung interessanteste Bevölkerungsgruppe im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Das Problem: Die Bundesrepublik hat nur 9,2 Millionen Einwohner in diesem Alter. Wie sich zeigt, kein Einzelfall. Folge: Die milliardenschwere Werbebranche sieht sich getäuscht. Der entblößte Internetriese fühlt sich mißverstanden. - siehe Heise

Leider nicht das einzige Ärgernis dieser Tage. - siehe ARD und ZDF
Virtuelle AfD-Gruppen für Virtuelle AfD-Wähler?
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lamentierst Du noch, oder machst Du schon?

"Verkündigung im Netz findet statt – jeden Tag, sagt die Theologin und Social-Media-Managerin Inga von Thomsen.  Ein festes Rezept dafür gibt es nicht, außer: machen."

Möglichkeit zum Austausch darüber wer, was und wie macht, gibt es beim vierten Barcamp Kirche Online in Köln.  http://bit.ly/2wkFH4w

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Bild: barcamp-kirche-online.de

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Kirche, wo bist du?

"Die rasante technologische Entwicklung fordert unsere Gesellschaft heraus. Um die Zukunft zu gestalten, brauchen wir eine philosophische, interdisziplinäre Debatte, an der sich auch die Kirchen beteiligen müssen. Zögern können wir uns nicht leisten!"

sagt ein Publizist und Gründer. Also dann, Playmobil-Spielzeug beiseite und rein in die Technik-Foren. ;) http://bit.ly/2wPVknS

EDIT:
Der Futurist Gerd Leonhard postuliert in seinem Buch "Technology vs. Humanity" fünf neue Menschenrechte für das Digitalzeitalter. Darunter das Recht und die Freiheit ineffizient, offline und anonym bleiben zu dürfen. Klingt zunächst erstmal gut, bleibt aber realitätsfern.


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Segen to Go

Expo-Countdown in Wittenberg. Heise berichtet.

"Auf der Weltausstellung der Reformation 2017 in Wittenberg ließen sich Tausende Besucher von einem Roboter segnen. Das Kunstwerk sollte zur Diskussion über die Zukunft von Mensch und Maschine anregen. Kirchgänger und Neulinge reagierten unterschiedlich."

Spoiler: Vorbehalte bis Entsetzen bei frommen Kirchgängern. Neugier bis Begeisterung bei zufälligen Wittenberg Touristen.

Ist das Kunst oder kann das weg?

"Wir wollten die Frage aufwerfen: Was sollen Roboter in zehn Jahren können dürfen?" so die Antwort von Projektleiter Fabian Vogt. - festzuhalten bleibt: BlessU-2 ist kaum intelligenter als eine 40er-Jahre Jukebox. Daran dürfte sich auch in zehn Jahren wenig ändern. Interessanter wäre die Frage gewesen, was "Kirche" heute schon kann - oder könnte, wenn sie es denn wolle. Und hier lohnt wiedermal der Blick über den großen Teich.

Alexa, what's my Flash Briefing?  http://bit.ly/2eLC4hI









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Gefährliche Innovation?

Diakoniepräsident Ulrich Lilie bloggt über die Allmachtsphantasien der KI-Forschung und die schlaflosen Nächte von Elon Musk.

"Auf der Rückreise von einer eindrücklichen einwöchigen Learning Journey über Digitalisierung durch das Silicon Valley. Ich sitze noch am Gate in San Francisco und warte auf meinen Rückflug nach Berlin. Da „tickert“ über FAZ-Online die dramatische Nachricht auf mein Handy, dass Elon Musk .. heute um drei Uhr nachts vor der Gefahr eines Dritten Weltkriegs gewarnt hat."

klingt fast so, als hätten sich Putin, Musk und Lilie zum gemeinsamen Videoabend mit John Badhams Filmklassiker WarGames verabredet. Der lief aber schon 1983 in den Kinos. ;)

Ist die Gefahr real?

Solange noch Menschen wie S J Petrow als diensthabende Offiziere an den entscheidenden Stellen sitzen - sicher nicht. Wenn sich jedoch die Digitale Kluft weiter ausbreitet und die technologisch abgehängten Menschen lieber den vermeintlich glaubwürdigeren Fake News vertrauen, wird es kritisch.

Move fast!

"KI und Technologische Singularität werden bereits unsere Zukunft und auch die Zukunft unserer Kinder einschneidend und sehr schnell verändern."

Bezüglich der Fortschritte beim Autonomen Fahren könnte man durchaus diesen Eindruck gewinnen. Richtig ist aber auch: eine echte (starke) KI hat die Welt bislang nicht gesehen. Wer dies bis 2029 für möglich hält, darf sich gern einer Wette von Raymond Kurzweil anschließen, der neben seiner Entwicklertätigkeit für Google zu futuristischen Theorien wie dem Trans- und Posthumanismus philosophiert. Die Technologische Singularität würde dann den Menschen als forschendes Wesen ablösen, wenn er dies durch Schaffung eines geeigneten Prototypen ermöglichen sollte.

Weniger spekulativ dagegen, was freigesetzte Mitarbeiter über die "paradiesischen Arbeitsbedingungen" bei facebook berichten. Die Frage, wer im facebook-Universum "Fisch" und wer "Angler" ist, klären wir dann gern ein anderes Mal. ;)





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